Kirche und sexuelle Heuchelei der Priester

Lehrer, Wegweiser, Prediger, Weise, die fürs Leben und den Glauben andere unterrichten, unterstehen einer Vorbildfunktion. Wer sonst, als nicht die, welche einen Lebensstil oder Verhaltensweisen anderen lehren sollten danach leben? Heutzutage, wie schon vor Jahrhunderten fungiert hier die Kirche als schlechtes Vorbild. Ob im Mittelalter die Hexenverbrennungen oder im Jetzt der Umgang mit Sexualität. Es weist sich eine klare Tendenz in diese Richtung auf.


Die Lehren der Kirche zum Thema Sexualität

Wie zu jedem Thema, dass das Leben betrifft, äußert sich die Kirche öffentlich und lehrt seinen Mitgliedern sowie Anwärtern ihr Wertesystem. Alles angeblich im Namen Gottes und nach seinem Willen. Bei den Lehren der Kirche zur Sexualität zeichnen sich im Großen und Ganzen fünf Themen ab. Eines davon ist, dass vor der Ehe kein Sex praktiziert werden sollte. Gleichgeschlechtliche sexuelle Beziehungen sind in den Augen der Kirche widernatürlich und werden nicht geduldet. Selbstbefriedigung ist ebenso nicht erlaubt wie die Verwendung von Verhütungsmittel. Es gibt eine Passage in der Bibel, welche gepredigt wird, die besagt, dass sexuelle Handlungen mit Kindern nicht geduldet werden. Die Passage besagt weiter, dass die Zuwiderhandlung ein Merkmal der falschen Propheten sei.

Natürlich sind diese Lehren, genau wie viele andere bereits hunderte Jahre alt. Natürlich kann man jedoch nicht sagen, dass diese nicht mehr in unsere aktuelle Welt passen. Viele Themen müssen näher beleuchtet werden und deren Hintergründe müssen erkannt werden. Ein Beispiel ist das Thema „Kein Sex vor der Ehe“. In der heutigen Zeit ist es gang und gäbe geworden, dass sexuelle Beziehungen nicht mehr einhergehen mit zwischenmenschlichen Liebesbeziehungen gehen. Jedoch keinen Sex vor der Ehe zu haben, beschützt vor unnötigen Verletzungen und Krisen. Wer auf Sex vor der Ehe verzichtet und einen Partner fürs Leben sucht, besinnt sich auf die eigentlichen Eigenschaften des Anderen und stellt körperliche Eigenschaften hinten an. So gesehen eigentlich ein sehr lobenswerter und vernünftiger Ansatz. Dass sexuelle Beziehungen zu Kindern nicht geduldet sind, ist wohl nicht erwähnenswert, da dies so oder so absolute Zustimmung finden muss. Egal ob religiös oder nicht, unsere Kinder müssen geschützt werden. Im Allgemeinen liegen sämtliche Lehren und deren Befürwortung oder Ablehnung im eigenen Ermessen, außer Dritte werden dadurch geschädigt.

Die Prediger des Wassers, die Wein trinken!

Wie schon erwähnt sollten Prediger und jene, die unterrichten als Vorbilder fungieren. Lernende blicken zu ihnen auf. Bei der Kirche zeichnet es sich rigoros ab, dass oft Wasser gepredigt wird, jedoch die Priester im stillen Kämmerchen Wein trinken. Zahlreiche Skandale um sexuelle Vergehen an Kindern, Besuche bei Prostituierten oder gezeugte Kinder finden immer wieder ihren Weg in die Medien. Unterm Strich ist es egal, um welches Vergehen es sich handelt. Die Priester predigen vor ihrer Gemeinde und lehren Dinge nicht zu tun sowie sich an Regeln zu halten. Selbst jedoch sind sie nicht fähig dies zu tun und schädigen oftmals auch noch andere dabei. Rückhalt durch den Vatikan genießen hierbei die meisten von ihnen. Es zeichnet sich klar ab, dass dies nicht rechtens ist, auch wenn Priester nur Menschen sind. Da jeder laut der Kirche über einen freien Willen verfügt, sollte in diesem Fall jeder Priester vor einem Fehltritt eine klare Entscheidung treffen. Wer sich den weltlichen Freuden hingeben möchte, sollte sein Amt niederlegen.

Auswirkungen der Heuchelei

Persönliche Meinung hin oder her zu den einzelnen Themen, dieses Verhalten und Heuchelei hat Auswirkungen, die viel weiter reichen. Die Priester und die Kirche selbst, die als Vorbilder gelten und im Namen Gottes sprechen, werfen mit diesem Verhalten nicht nur ein schlechtes Bild auf ihre Institution und sich selbst, sondern auf den Glauben im Ganzen. Viele Menschen wenden sich vom Glauben ab aufgrund dieser Heucheleien. Dieser Umstand ist das eigentlich Traurige an der Sache. Viele erkennen die Missstände und die falschen Prediger, die gegen ihr eigenes Wort handeln. Sie verurteilen jedoch nicht nur jene, die die Fehler begehen, sondern alles und jeden, die damit in näherer Verbindung stehen. Ein Halt durch den Glauben wird aus dem Leben verbannt. Grund sind die Vergehen, die gerne vertuscht werden oder zumindest der Versuch dazu unternommen wird.

Alles in allem sollte eines klar sein. Jemand der Weisheiten lehrt, sollte selbst dahinter stehen und diese auch leben. Wer damit nicht konform gehen kann, sollte nicht als Lehrer fungieren. Heucheleien sind ein Vorspiegeln falscher Tatsachen, was stets seine negativen Auswirkungen mit sich zieht. Eine klare Linie, die vertreten werden sollte, wäre wünschenswert. Einzelne Menschen, die Fehltritte begehen, haben natürlich bis zu einem gewissen Grad Vergebung verdient, je nach Art des Vergehens. Ein öffentlicher Rückhalt und der Schutz vor Konsequenzen ist jedoch nicht in Ordnung. Der Glaubwürdigkeit halber sollten hier entsprechende Schritte für die Zukunft gesetzt werden.