Lüneburger Heide

Die Lüneburger Heide ist eine der schönsten Landstriche Deutschlands, die angesichts ihrer einzigartigen, wunderschönen Region zu einem der größten Tourismusmagnete Norddeutschlands gehört. Besonders zu empfehlen ist ein Besuch der Ortschaft Schneverdingen mit seinen Ortsteilen Ehrhorn, Großenwede, Heber, Insel, Langeloh, Lünzen, Schülern, Wesseloh, Wintermoor und Zahrensen. Sie liegt im nordwestlichen Teil des Landkreises Soltau-Fallingbostel und erstreckt sich zu etwa 30% im Naturschutzgebiet der Heide. Besonders zu empfehlen ist hier ein Besuch des Heideblütenfestes, das stets am letzten Sonntag im August begangen wird und in der Wahl der Heidekönigin gipfelt. Im Übrigen ist die Stadt durchgehend seit 1972 ein staatlich anerkannte Luftkurort. Neben der wunderschönen Landschaft bietet sie viele Möglichkeiten der aktiven Erholung, z.B. durch ein umfangreiches Sportangebot ebenso wie etliche Radwanderwege.


Die Heide ist eine fast ausschließlich flachwellige, flächenmäßig große Region, welche aus Heide-, Geest- und Waldlandschaft besteht und im Nordosten des Bundeslandes Niedersachsen liegt. Das Areal des Naturparks liegt im Nordwesten und erstreckt sich auf rund 1130 Quadratkilometern. Inmitten dieses Naturparks liegt das Naturschutzgebiet mit einer Größenordnung von ca. 234 Quadratkilometern mit etwa 58% Waldanteil und 20% Heideanteil. Hier findet man die verschiedensten Arten der Sandheide, wie z.B. die Heidelbeer-Sandheide Genisto-Callunetum, Vaccinium myrtillus) und die Flechtenreiche Sandheide (Genisto-Callunetum cladonietosum), aber auch Wälder, die vowiegend aus Kieferbewuchs bestehen. Ein vielfältiger Tierbestand gehört ebenso in die Heide. Hier sind das Birkhuhn, die Heidelerche, die Wachtel, der Grünspecht und der Schwarzstorch zuhause. Im Wildpark kann man neben den ursprünglichen Bewohnern der Heide, wie Elche, Braunbären und Wisente außerdem Polarwölfe und Schneeleoparden bestaunen.

Unter anderem gehören zur Heide der Naturpark Südheide, der Naturpark Elbufer, nördlich angesiedelt der Naturpark Harburger Berge. Die größten zusammenhängenden Heideflächen bilden die Truppenübungsplätze Munster Nord und Süd sowie der Truppenübungsplatz Bergen, sind jedoch für den Tourismus großteils nicht zugänglich. Speziell in der hohen Heide findet man noch große Teile der Heidelandschaft, die zum Naturschutzgebiet gehört, aber auch große aufgeforstete Kiefernwälder. Dieses Gebiet hat eine immense touristische Bedeutung wegen ihrer Einzigartigkeit. Hier findet man die Osterheide bei Schneverdingen, gelegen in der Südheide, besteht ebenso aus großen Heideflächen und Kiefernwäldern. Zwischen Schneverdingen und Walsrode findet man auch auf den Anhöhen große Moore, wie das Pietzmoor, das Große Moor und das Grundlose Moor. Weiterhin gehören zum Gesamtgebiet die Ostheide, das Uelzener Becken und Ilmenauniederung ebenso wie die Luheheide. Als höchste Erhebung gelten der Wilseder Berg mit 169 m und der Ahrberg mit 145 m, die in der Zentralheide zu entdecken sind. Weitere Berge und Anhöhen kann man in den Harburger Bergen, in der Falkenberg-Endmoräne, in der Osthannoverschen Endmoräne = Drawehn sowie im Lüßplateau finden. Der Mathematiker Carl Friedrich Gauß benötigte einige dieser Berge zur Vermessung des Königreichs Hannover.

Die Entwässerung der Heide erfolgt im Norden hin zur Elbe, im Süden hin zur Aller. Ihren Namen erhielt sie wegen der großen Verbundenheit zur Stadt Lüneburg. Große Teile der Lüneburger Heide sind tatsächlich mit Heide bewachsen, die diesem Gebiet ebenfalls zu ihrem Namen verhalf. Sie gehört zur Großregion Norddeutsches Tiefland.

Bis Anfang des 19. Jahrhunderts waren diese Heideflächen in weiten Teilen Norddeutschlands zu entdecken, sind aber heute in der Regel verschwunden. Der Erdboden ist sandig und damit nicht ausreichend fruchtbar, so dass er vornehmlich durch Beweidung mit Heidschnucken bewirtschaftet wird.

Um dieses große Naturschutzgebiet weiterhin vielen Besuchern zugänglich zu machen und die selten gewordenen Heideflächen besonders zu schützen, darf die Heide nur auf den ausgewiesenen Wanderwegen durchquert werden, Hunde müssen angeleint werden. Jedes Jahr wird sie von mehr als 4 Millionen Besuchern aufgesucht und zählt daher zu den bedeutenden Tourismusgebieten in Norddeutschland.

Ein beliebtes Ausflugsziel ist der Alte Schafstall in der Krelinger Heide, der ca. 100 Jahre alt und reetgedeckt ist. Vom Frühjahr bis in den Herbst hienein wird dieser bewirtschaftet und darum besonders gern während dieser Zeit aufgesucht. In der Eibia/ Lohheide unweit des Vogelparks Walsrode kann man auf einem Wanderpfad die wunderschöne Umwelt und die Einzigartigkeit der Heide genießen. Für Menschen, die Stille und Entspannung suchen, ist dieser Wanderpfad genau das Richtige. Auch ein sehr beliebtes Ausflugsziel ist das Celler Bieneninstitut. Hier kann man den Bienengarten besuchen oder wissenschaftliche Veranstaltungen aufsuchen. Auch für Gruppen ist dies ein geeignetes Ziel. Weiterhin empfiehlt sich der Tietlinger Wacholderhain, in dem der Heidedichter Hermann Löns bestattet wurde. Wandern Sie hier auf den Spuren von Löns und genießen Sie diese einmalige Umwelt. Dann wissen Sie, was ihn inspiriert hat.