Das Pietzmoor

Wo die blauen Frösche wohnen – Das Pietzmoor


Schon Friedrich Hebbel meinte damals: „Hinaus aus der Stadt! Und da dehnt sie sich, die Heide, nebelnd, gespenstiglich, die Winde darüber sausend,’Ach, wär hier ein Schritt, wie tausend!“

Am südlichsten Rand des Naturschutzgebietes der Lüneburger Heide und südöstlich der Stadt Schneverdingen befindet sich das Pietzmoor mit einer Fläche von ca. 2,5 km² Benannt wurde das Moor nach einem östlich gelegenen Hof namens Pietz. Es ist das größte zusammenhängende Moor der Lüneburger Heide.

Das Pietzmoor ist sowohl durch die Muldenlage als auch durch die wasserundurchlässigen Tonschichten im Untergrund entstanden. Die maximale Torfmächtigkeit, die durch eine Profiluntersuchung im Jahre 1975 durchgeführt wurde, besagt, dass die maximale Torfmächtigkeit ca. 7 1/2 Meter beträgt. das Pietzmoor ist knapp 8.000 Jahre alt wenn man vom jährlichen Wachstum der Torfmoose ausgeht. Trotz des hohen Alters geht vom Moor nach wie vor noch eine unsagbare Anziehungskraft aus.

Das Moor, das Geschichtsbuch der Natur, wächst dank einer erfolgreichen Renaturierung weiter.

Das Moor dürfte vermutlich in der letzten Kaltzeit, der sogenannten Weichsel-Kaltzeit entstanden sein. Aus mehreren Quellen wurden kleine Quellmoore die später zu einem Niedermoor zusammengewachsen sind. Vor ca. 5000 Jahren entstand durch Torfmoose und Seggen eine hohe Pflanzendecke. Das Hochmoor entstand durch die hohe Pflanzendecke die mit der Zeit den Kontakt zum Grundwasser verlor und so wurde das Moor nur mehr durch Regenwasser gespeist.

Das Naturschutzgebiet bietet eine wunderschöne Flora und Fauna. Seltene, vom Aussterben bedrohte Vögel, haben sich im Moor zusammengefunden wie z.B. der Kranich.

Des Weiteren findet man hier auch die seltene Gelbe Moorlilie sowie Wollgräser, Sonnentau und Krähenbeere