Celle

Celle


Die Kreisstadt Celle liegt nur einige wenige Kilometer nördlich der Landeshauptstadt Hannover und wird als das südliche Tor in die Lüneburger Heide geheißen. Diese schöne Stadt mit circa 70.000 Einwohnern wird von vielen Gästen besucht, die sich die etwa 400 alten Fachwerkhäuser in der Altstadt anschauen möchten. Natürlich ist ebenfalls das Celler Schloss, das sowohl …. als auch die Renaissance als auch die Barockzeit in seiner Bauart zeigt, auch ein Anziehungspunkt vieler Besucher. Celle besteht aus 17 Stadtteilen, die einander rund um die Altstadt gruppieren.

Da Celle an der Aller liegt und in ihrem Stadtgebiet noch die Lachte und die Fuhse in die Aller fliessen, wurde sie im Jahr 985 als Siedlung am Fluss bezeichnet. Bis 1292 befand sich Herzog Otto II. der strenge in Altencelle, das er aber aufgab. 1312 wurde eine neue Siedlung nur etwa 4 km entfernt gebaut, wo schon eine Burg ihren Standort hatte. Zur gleichen Zeit bekamen die beiden Siedlungen das Stadtrecht und es wurde mit dem Bau der Stadtkirche begonnen.

Bald darauf zogen die Herzöge von Sachsen-Wittenberg in Celle ein und erklärten die neue Stadt zu ihrer Residenz. Etwa 50 Jahre später, 1433 übernahmen die Fürsten von Lüneburg das Schloss und residierten in der Ortschaft. Herzog Friedrich der Fromme gründete 1464 das Franziskaner-Kloster. Etwa 10 Jahre im Anschluss an erlebte die Stadt einen enormen wirtschaftlichen Aufgang, den das Kornschifffahrtsmonopol ermöglichte. Nun ging es aufwärts mit der Stadt. In den nächsten Jahrzehnten wurde nach und nach die Schlosskapelle errichtet, das Rathaus gebaut und noch viele Gebäude zu allerlei Zwecken hingestellt. Verschiedene Herrscher residierten in dieser Stadt und bauten immer wieder nach ihren Vorstellungen Celle weiter aus.

Das Kulturelle der Stadt Celle

Durch die vielen Regenten, die in den Jahrhunderten Celle gelenkt haben, ist natürlich vieles an Kulturellem zu bewundern. Jeder Regent hat seine Zeichen hinterlassen, die an Gebäuden und in den Museen zu besichtigen sind. Zur Kultur Celles gehören natürlich auch sportliche Veranstaltungen dazu, wie der Celler Wasa-Lauf, der in der Stadtmitte von Celle seit 1983 ausgetragen wird. Der zweite Sonntag im März wird alljährlich für diesen Lauf reserviert. Der Wasa-Lauf gehört mit zu den größten Laufveranstaltungen Deutschlands und wird gestaffelt nach Alter ausgetragen. Auch ein erfolgreicher Fußballverein wurde in Celle gegründet. TuS Celle spielte schon in der zweithöchsten deutschen Liga, wobei es immer ab- und aufwärtsgeht. Frauenhandball wird genauso erfolgreich gespielt wie Rollhockey. Das sind nur die größten Veranstaltungen im Sport, womit auch noch Rudern hinzukommt.

Theaterbesuche sind in Celle selbstverständlich desgleichen möglich, denn das Schlosstheater von 1674 ist immer einen Besuch wert. Das Theater ist in Deutschland das älteste Schauspielhaus, in dem immer noch gespielt wird. Auch gilt es als ältestes Barocktheater Europas, das über eine Hauptbühne und einen Malersaal verfügt. Ein Kleinkunsttheater befindet sich noch am Altstadtrand, in dem von Jazz und Kabarett bis zu Comedy und Chansons alles geboten wird.

Sehenswürdigkeiten in der Stadt an der Aller

Als sehr alte und gut erhaltende Stadt hat Celle viele Sehenswürdigkeiten, die jedes Jahr viele Besucher anziehen. Natürlich steht das Celler Schloss an erster Stelle, das der größte vierflügelige Bau in der Gegend südlich der Lüneburger Heide ist. Das Schloss entstand aus dem Wehrturm von 985 und sollte einen Übergang über die Aller bewachen. Mit der Zeit wurde der wasserburgähnliche Bau ausgebaut und als Residenzschloss verschiedener Herrscher genutzt. Heute können die Säle und Räume besichtigt werden, worunter sich auch das Residenzmuseum befindet. Außer dem Museum im Schloss können noch diverse andere Museen besucht werden.

Die meisten sehenswerten Bauwerke findet der Urlauber in der Innenstadt, in der er über 400 alte Fachwerkhäuser sehen kann. Viele dieser Häuser, zum Beispiel an der Zöllnerstraße und der Neuen Straße wurden originalgetreu restauriert, worunter sich auch die Celler Synagoge befindet. Das bekannteste Fachwerkhaus ist das Hoppener Haus, an deren Seite sich die Sprechenden Laternen befinden.

St. Marien, die Stadtkirche Celles, stammt aus dem Mittelalter und beherbergt in ihrer Gruft einige Fürstengrabmäler, die zum Ansehen freigegeben sind. Der große hohe weiße Kirchturm wurde allerdings erst 1913 errichtet.

So ereicht der Spaziergänger in der Altstadt an vielen Plätzen die schönsten Fachwerkhäuser, wie das Stechinellihaus, das ein imposanter Bau mit vier Säulen an der Front ist. Wer seinen Spaziergang weiter fortsetzt, stößt auf einige Straßen, wie die Schuhstraße, die von bunten und gut restaurierten Fachwerkhäusern gesäumt sind.