Bispingen

Bispingen

Bispingen, im nördlichen Heidekreis in Niedersachsen gelegen, wurde 1974 zur Einheitsgemeinde durch den Zusammenschluss etlicher vorher selbständiger Gemeinden ebenso einer Ortschaft. Ihre knapp 130 Quadratkilometer zwischen Lüneburg und Soltau werden zum größten Teil von Heide- und Waldlandschaften eingenommen, die von Flusstälern durchzogen sind. Im Naturschutzgebiet Lüneburger Heide hat dieser staatlich anerkannte Erholungsort eine bemerkenswerte geologische Vergangenheit aufzuweisen, die gravierend von mehreren Eiszeiten geprägt wurde. Relikte dieser harschen Epochen, wie Urstromtäler und Gletschermoränen, können dort bislang stets bestaunt werden.

Bereits lange vor der ersten schriftlichen Dokumentation Bispingens aus 1193 A.D. hatten sich Menschen in diesem Gebiet niedergelassen, was sich an vielen vorgeschichtlichen Fundstücken und Grabstätten bemerkenswert ablesen lässt. Heutzutage liegt die Gemeinde im Wirkungsbereich der weiträumigsten flächendeckenden Waldgebiete des Norden Deutschlands und einer der umfangreichsten Heideflächen Europas. Das knapp 10.000 Hektar fassende Schutzgebiet ist weitestgehend komplett vom Kfz-Verkehr ausgenommen, was in jüngerer Zeit grundlegend zur Bewahrung seiner natürlichen Anmut, seinem wohltuenden Klima und der klaren Luft beigetragen hat.

Früh schon haben sich einige einflussreiche, zeitweise auch besonders wohlhabende Persönlichkeiten aus Handel, Politik, Kirche und Wissenschaft tatkräftig in den Schutz dieses außergewöhnlichen Mikrokosmos eingebracht. Schon ab 1907 konnte durch den gezielten Ankauf landschaftlich wertvoller Gebiete der Kern des Naturschutzgebietes gehegt und gepflegt werden, in dem die Heideblüte wohl einen besonderen Höhepunkt darstellt.

Doch Bispingen und Umfeld haben bereits seit Jahrzehnten und weiterhin zunehmend ihren Durchreisenden, Urlaubern und Wochenendbesuchern auch kulturell und zur Freizeitgestaltung viel zu bieten, wobei sich eine ausreichende Bettenkapazität von der hohen Ansprüchen genügenden Unterbringung bis hin zu manierlichen individuellen Angeboten für den kleineren Geldbeutel erstreckt.

So kann man ausgeruht in die schwindelnden Höhen des Wilseder Bergs mit seinen fast 170 m ü. NN vorstoßen—damit der höchste Punkt der Lüneburger Heide–, Grabfelder aus der Bronzezeit durchstreifen, spätmittelalterliche Kirchen bestaunen, ehemalige Verstecke von berüchtigten Raubrittern erkunden.Im Landschaftspark von einem einzigartigen Burgberg, Jagdvilla und barockem Gelände überraschen lassen, ausnehmend große Fachwerkhäuser erkunden, sich Aufbau und Aufgabe einer der für diesen Landstrich charakteristischen Treppenspeicher erläutern lassen, das wohl ursprünglichste deutsche Freilichtmuseum besuchen, gemächlich durch kühle Bäche stapfen, in Ralf Schumachers Kartcenter richtig Gas geben, hinter Heidschnucken herjagen (zu Fuß!), im weltweit einzigartigen Verrückten Heim die Welt auf den Kopf stellen oder im CenterParcs abtauchen—neben dem Besuch zahlreicher anderer Sehenswürdigkeiten, Attraktionen und natürlicher Zeichen.

Diese ländliche Idylle mit gering mehr als 6.000 Einwohnern geht einher mit einer soliden Infrastruktur, weshalb sich dort auch international bekannte Unternehmen finden.