Bergen

Bergen


Bergen wurde 1197 erstmalig urkundlich als Sitz der Amtsvogtei erwähnt. Später war dort das königlich hannoversche Amt des Gerichtsgebietes. Nachdem die Preußen das Königreich Hannover 1852 eingenommen hatten, wurde Bergen nach einigen Reformen dem neu gebildeten Landkreis Celle angegliedert.

Bis zum 19. Jahrhundert blieb das Dorf authentisch und entwickelte sich nur nach und nach, doch in der Gründerzeit kamen Reformen und der Anschluss an das rasend schnell wachsende Eisenbahnnetz. In den 1930er Jahren wurde bei Bergen der Truppenübungsplatz eingerichtet, das Dorf wuchs zu einer Kleinstadt heran. Das Stadtrecht erhielt Bergen am 14.Mai 1957, auch wurden in den folgenden Jahrzehnten nach und nach weitere Gemeinden der Umgebung eingegliedert. Heute hat die Stadt Bergen etwa 16.500 Einwohner. Der von der Wehrmacht eingerichtete Truppenübungsplatz, der heute von der Bundeswehr und der NATO genutzt wird, ist neben der Landwirtschaft und guten wirtschaftlichen Anbindung prägend für die Stadt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Die Ortschaft Bergen möchte mit seinem historischen und kulturellen Vermächtnis aller Epochen verantwortungsbewusst umgehen. Schon vor der Errichtung des Wehrmachtsübungsplatzes waren hier die Französischen Besatzungstruppen unter Napoleon stationiert, so kann man die Franzosenkaserne mittlerweile noch besichtigen. Weitere Denkmäler sind unter anderem in der Stadt selbst, etwa das Kaiserliche Postamt oder am Stadtrand die ehemalige Wassermühle. Ausserdem bietet Bergen Informationstafeln an ausgewählten historischen Gebäuden denen man auf einem Rundgang folgen kann.

Ein, für die geschichtliche Aufarbeitung sehr wichtiges Museum, ist das Gedenkstätten und Dokumentationszentrum Bergen-Belsen. In Belsen, das seit der Zusammenführung 1970 zur Stadt Bergen gehört, befand sich das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Unter den vielen Opfern befand sich auch Anne Frank. Ihr sind die Anne Frank Tage zugeordnet, zu denen jedes Jahr ein Jugendtreffen und Austausch stattfindet.

Darüber hinaus hat Bergen Museen, die die Kultur von der Steinzeit bis zur Gegenwart erklären. Das Museum Römstedthaus, das umsonst besucht werden kann, bietet in den Sommermonaten auch wechselnde Abendveranstaltungen. Auch das Altertum lässt sich hier erkunden, so fand man hier 45 bronzezeitliche Hügelgräber. Auch eine Megalith-Grabanlage aus der Jungsteinzeit wurde gefunden, sie wurde 1977 ausgegraben und an gleicher Stelle wieder aufgebaut.

Sind die Sommermonate in Bergen mit einem kulturellen Überangebot gesegnet, so gibt es doch zu jeder Jahreszeit spannendes und wichtiges über die ältere und jüngere Geschichte zu erkunden.