Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel

Bad Fallingbostel, seit 1976 anerkanntes Heilbad mit Anwendungen nach Kneipp, liegt in Niedersachsen im Süden der Lüneburger Heide am Fluss Böhme in der Heidmark und ist Kreisstadt des Landkreises Heidekreis. Seit 2002 führt Fallingbostel die Betitelung ‘Bad’ in ihrem Namen.

Die Ortsteile Dorfmark, Kernstadt, Mengebostel, Riepe, Jettebruch und Vierde schließen sich zusammen zur Stadt Bad Fallingbostel.

Geschichte

Im Jahre 993 wurde Fallingbostel zum ersten Mal unter dem Namen Vastulingeburstalle, welches ursprünglich eine durch Agrarwirtschaft existierende Siedlung war und etwa ‘Ort des Vastulo’ bedeutet, erwähnt.
Gegen 1300 wurde die Vogtei Fallingbostel gegründet, die danach als ‘Amt Fallingbostel’ bis in das 19. Jahrhundert Bestand hatte.

Die erste ländliche Sparkasse im Königreich Hannover gründete im Jahre 1838 der Assessor Quintus Icilius unter dem Namen ‘Sparcasse der Amtsvogtei Fallingbostel’. Die Stadtrechte wurden Fallingbostel schließlich am 1. April des Jahres 1949.

Die Eingemeindung der bis dahin eigenständigen Gemeinden Dorfmark, Mengebostel, Jettebruch, Riepe und Vierde wurde im Jahre 1974 umgesetzt und im Jahre 1977 fasste man die Landkreise Soltau und Fallingbostel zusammen, wobei Fallingbostel zum Kreissitz des neuen Landkreises Soltau-Fallingbostel wurde, welcher letztendlich im Jahre 2011 zum heutigen Landkreis ‘Heidekreis’ wurde.

Freizeit und Kultur

Räumlichkeiten für Veranstaltungen, Kongresse oder Tagungen sowie Versammlungen aller Art sowie für Konzerte und Theater stehen dem Interessierten in Form der Heidmark-Halle und des Kurhauses zur Verfügung.

Unter anderem verfügt der Kreis über eine ganze Menge an Turnhallen und sonstigen Sportstätten, Hallen-und Freibäder sowie mehrere Tennisplätze. Auch ein Golfplatz und Minigolfanlagen sowie mehrere Schießstände und Kegelbahnen sind dort zu entdecken.

Wanderern erwarten in den Bereichen des Kurortes Dorfmark und des Kneipp-Heilbads mehr als 155 Kilometer an Wanderwegen, von welchen der ‘Freudenthalweg’ (benannt nach den Gebrüdern Freudenthal) einer der bekanntesten und beliebtesten ist.

Auch für die ‘Radler’ halten die Ortschaften Fallingbostels ausgedehnte, wunderbare Radwege bereit, welche durch schattige Wälder, Heide und Flusslandschaften leiten und durch Gaststätten und Bauernhäuser zu einer Rast unterbrochen werden.
Für ‘Paddler’ bietet die ‘Böhme’ das ideale Medium, um sich entspannt die schöne Region der Heide anzusehen.

Sehenswürdigkeiten.

Im Tal der Böhme lädt ein ‘Lieth’ genannter Laubwald im Norden Fallingbostels zum Spazierengehen oder zum Rasten ein. Dort können Interessierte die Gedenkstätte ‘Hof der Heidmark’, welche aus einem Fachwerkhaus aus dem Jahre 1642 besteht, besichtigen und bewundern.

In einem der sich dort befindlichen Treppenspeicher ist die sogenannte ‘Heimatstube Rummelsburg’ zu besichtigen.

Äußerst faszinierend ist der von der Archäologischen Arbeitsgemeinschaft eingerichtete Megalithpark ‘Osterberg’, welcher Einsicht in eine Zeit vor etwa 200 000 Jahren gewährt.

Der berühmte Heidedichter Hermann Löns fand im Tietlinger Wacholderhain, welcher sich in etwa drei Kilometer Entfernung des Zentrums von Fallingbostel befindet, seine letzte Ruhestätte.
Eine sonstige Sehenswürdigkeit stellt die mehr als 300 Jahre alte ST-Martins-Kirche dar, welche sich im Zentrum von Dorfmark befindet und von einem naturbelassenen Bürgerpark umgeben ist und als Besonderheiten das Taufbecken aus dem Jahre 1465 sowie den Altar von 1470 enthält.