Frauenmörder Klettke

Der Frauenmörder Jens Klettke


Die TatIn den Jahren 1994 und 1995 schockierte eine Serie an Frauenmorden in Niedersachsen ganz Deutschland. Der 27-jährige Täter Jens Klettke hatte in dieser Zeit drei Frauen umgebracht. Sein erstes Opfer war im Jahre 1994 die Rentnerin Wilma Tomaschewski, die Klettke im September zum Opfer fiel. Das nächste Opfer des Frauenmörders war die 29-jährige Kerstin Golling, gefolgt von der 52-jährigen Gudrun Wodke, welche Klettke beide im Jahre 1995 ermordete. Die Morde erweckten das Aufsehen in ganz Deutschland und wurden als die Walsroder Frauenmorde bekannt.

Das Verfahren

Klettke wurde 1995 verhaftet nachdem eine Vertraute, Angelika M., gegen den Täter aussagte. Angelika M. hatte sich Klettke anvertraut und hatte ihr neben den Morden selbst auch Täterwissen anvertraut. In dem späteren Gerichtsverfahren vor der siebten großen Strafkammer in Verden, welche den Fall Klettke verhandelte, wurde Angelika M. als Hauptbelastungszeugin geladen und wiederholte dort ihre Aussage zu der Tat. Die vorsitzende Richter in dem Fall, Ingrid Schmidt, folgte den Aussagen von Frau M. zum größten Teil und sah es als erwiesen an, dass Klettke die Morde begangen hat. Der Angeklagte selber hat sich in dem Verfahren zu den Taten nicht geäußert bzw. kein Geständnis abgelegt. Das von der Strafkammer gefällte Urteil lautete – wie bei Mord üblich – lebenslänglich. Weiterhin hat das Gericht die besondere Schwere der Tat festgestellt und damit Jens Klettke die Möglichkeit genommen, nach den üblichen 15 Jahren aus der Haft entlassen zu werden. Mit dieser Entscheidung muss Jens Klettke also in der Tat lebenslänglich ins Gefängnis und wird nicht wieder frei kommen.

Öffentliches Interesse

Das öffentliche Interesse an dem Fall war riesig. Nicht nur in Niedersachsen, sondern in ganz Deutschland war der Fall ein Thema und das Verfahren wurden von zahlreichen Menschen verfolgt. Der Gerichtssaal war während der Verhandlung bis auf den letzten Platz belegt und neben vielen interessierten Bürgern waren auch zahlreiche Vertreter aus Medien wie Fernsehen, Radio und Zeitung vertreten. In ganz Deutschland wie auch im Ausland wurde über den Fall und das Urteil berichtet. Es ist zu vermuten, dass auch auf Grund dieses hohen Aufsehens und dem damit verbundenen Mediendruck das Urteil in seiner bestehenden Form gefällt wurde.

Fazit

Der Fall Klettke war einer der größten und bedeutendsten Fälle an Frauenmorden in Deutschland und der bis dato größte Fall in Niedersachsen. Es ist vor allem der Hauptbelastungszeugin Frau M. zu verdanken, dass es zu einer Verurteilung in dieser Form gekommen ist und das Jens Klettke nun im Gefängnis ist. Ohne die Aussagen von Angelika M. hätte sich das Verfahren wenn nicht sogar die komplette Lösung des Falles und auch das Urteil auf unbestimmte Zeit verzögern können und ob man dann Jens Klettke in der Tat hätte zu all seinen Taten überführen können, sein dahin gestellt.