Meditationshaus Lünzen

Dieses buddhistische Meditationshaus des Tibetischen Zentrums e.V. in Lünzen wurde 1996 von Geshe Thubten Ngawangs eröffnet. Der tibetische Gelehrte und Meister der Meditation leitete das 1977 gegründete buddhistische Zentrum in Hamburg. Der Grund für die Gründung des Meditationshauses in Lünzen war Geshe Thubten Ngawangs Ersuchen über einen ruhigen Ort zu verfügen, an dem, neben den buddhistischen Studien in Hamburg, auch die Meditation, der zweite Grundpfeiler der buddhistischen Lehre, geübt und gefestigt werden konnte.


Das Tibetische Zentrum in Lünzen steht unter der Obhut des Dalai Lama und erhielt von ihm den Namen „Semkye Ling“, das bedeutet: der Ort an dem das Mitgefühl entfaltet wird.

Die größte Veranstaltung, die das Meditationshauses bisher erlebt hat war 1998 „Buddhas Weg zum Glück“. Zu diesem Festakt wurde eine Zeltstadt, die 10 000 Menschen fassen konnte errichtet. Das wichtigste Geschehen zu diesem Ereignis war jedoch der Besuch des Dalai Lama. Während seines zehntägigen Aufenthaltes segnete er den Tempel des Zentrums in einer besonderen Zeremonie.

Seit Sommer 2004 steht auf dem Besitz des Zentrums ein Stupa. Das Monument, mit einigen Reliquien des 2003 verstorbenen Geshe Thubten Ngawangs, symbolisiert Buddhas Geist und soll die Lernenden daran erinnern, wie perfekt die Qualitäten der Erleuchteten sind.

Diejenigen, die sich ausführlich mit der Lehre Buddhas beschäftigen möchten und dazu Buddhas oder Stupas auf einen Altar stellen, sollten bedenken, dass dieser gesegnet oder gefüllt sein muss. Nur so, gehen die Intuition und das nötige Vertrauen auf den Übenden über. Im Meditationszentrum Semkye Ling können Buddhastatuen und Stupas mit Mantras gefüllt oder gesegnet werden.

Die abgelegene und ruhige Lage des Zentrums in dem kleinen Heidedorf Lünzen, bietet beste Voraussetzungen für buddhistische Seminare. Zur Übernachtung stehen 20 Plätze, in überwiegend Mehrbettzimmern und Zeltplätze zur Verfügung. Die Verpflegung ist vegetarisch.

Es werden Gruppenseminare für Anfänger und Fortgeschrittene angeboten, die unter qualifizierter Leitung stattfinden. Für Meditationserfahrene stehen auch Einzelklausuren zur Verfügung, für die es im etwas abgelegenen Teil des Geländes spezielle Meditationshäuser gibt.

Das Tibetische Zentrum ist gleichwohl auch offen für andere Gesellschafts- und Religionsgemeinschaften und bietet Gruppen an das Haus zu mieten, um dort eigene Seminare abzuhalten.