Friedwald Bispingen

Im Oktober 2005 wurde dieser fünf Hektar große FriedWald in der Ortschaft Bispingen in der Lüneburger Heide eröffnet.

Das Konzept des FriedWaldes: die letzte Ruhe in der Natur finden, umgeben von Bäumen. Der FriedWald in Bispingen bietet eine weitere Form der Beisetzung und liegt inmitten des Naturschutzgebiets Lüneburger Heide. Diese einzigartige Form der Naturbestattung bietet eine direkte Verbundenheit zur Natur und der damit verbundenen Stille. Unterschiedliche Baumgräber werden für die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verstorbenen angeboten. Ein FriedWald ist ein genehmigter Begräbnisort. Auf einer Informationstafel wird auf den FriedWald und die Waldflächen für die Naturbestattung hingewiesen. Inmitten über 100 Jahre alten Bäumen kann in ökologisch abbaubaren Urnen, die Asche der verstorbenen Angehörigen beigesetzt werden. Entlang einer bezaubernden, 2 km langen Allee aus Laubbäumen werden hier rücksichtsvoll die letzten Vorbereitungen für Naturbestattungen vorgenommen. Der FriedWald Bispingen bietet einen naturverbundenen und respektvollen Gegenentwurf zu den bisherigen Friedhofs- Bestattungen. Hier wird die Grabpflege von Mutter Natur übernommen. Integriert in den Wald sind ein Andachtsplatz mit Holzkreuz an dem Trauerfeiern und Gedenkgottesdienste stattfinden können. Auf einem kleinen Hügel nicht weit vom FriedWald Parkplatz entfernt, gibt es eine Kapelle für größere Trauergesellschaften. Zwei Kilometer sind es vom Parkplatz aus bis zum FriedWald Lüneburger Heide. Mit dem Fahrrad oder einer Kutsche ist der FriedWald gut zu erreichen, da dieser durch Markierungen an den Bäumen und mehr als sichtbaren Schildern gekennzeichnet ist und KFZ im Naturschutzgebiet verboten ist.

Bei Interesse über die Art der Beerdigungen in der Natur des FriedWaldes, werden nach Anmeldung alle zwei Wochen kostenlose, etwa einstündige Wanderungen mit einem Förster angeboten. Bei einer solchen Waldführung kann in Erfahrung gebracht werden, ob das Konzept und der Bereich für die Naturbestattungen die passenden sind. Sie bietet außerdem die Gelegenheit, die individuelle Ruhestätte an einem bestimmten Baum zu finden. Die Waldführungen starten am Waldparkplatz mit einer Fahrt in der Kutsche und machen sie so zu einem besonderen Ereignis.

Schon zu Lebzeiten kann vorgesorgt und ein Platz im FriedWald gewählt werden. Es gibt verschiedene Angebote, die angepasst auf die Bedürfnisse der Angehörigen eingehen. Hilfreich bei der Suche nach dem idealen Ruheplatz sind hierbei die FriedWald Service Angebote des Baum-Anrechts und des Baumtauschs. Dieser Service bietet bei vielen Fragen Hilfe an, unter anderem die, welche Alternative es gibt falls man sich für einen Bestattungsbaum entschieden hat, ein anderer einem aber doch besser gefällt. Dafür gibt es eine einfache Lösung – es muss keine unwiderrufliche Entscheidung für einen Bestattungsbaum fallen. Wenn noch keine Bestattung an dem Baum stattgefunden hat, ist ein Baumtausch gegen eine Gebühr innerhalb eines FriedWaldes oder zwischen verschiedenen FriedWald Standorten stets möglich.

Ein weiterer Standort für Bestattungen im FriedWald können die freien Familien- und Freundschaftsbäume sein, die mit einem blauen Band markiert sind. Erworben werden bei einer solchen Ruhestätte zusammengefasst zehn Plätze von bis zu 99 Jahren Dauer. Die Preise richten sich nach der Art des Baumes, seiner Lage und seiner Stärke.

Eine von zehn Einzelruhestätten bietet auch ein Prachtbaumplatz, eine Position an einem besonders imposanten und oft alten Gemeinschaftsbaum. Am Prachtbaum können ein oder mehrere Plätze nebeneinander erworben werden. Freie Prachtbäume sind mit einem farbigen Band markiert.
Auch für Eltern, die ihr Kind zu früh verloren haben bietet der FriedWald einen Ort mit dem schönen Namen Sternschnuppenbaum. An dem Sternschnuppenbaum können Kinder bis zum dritten Lebensjahr kostenfrei bestattet werden.

Für einen flexiblen Bestattungsort gibt es bei FriedWald das Angebot, den Platz und den Baum für die letzte Ruhestätte einfach zu einem späteren Zeitpunkt zu bestimmen. So muss die Entscheidung für eine Naturbestattung an einen bestimmten Baum oder Wald nicht beizeiten fallen. Bei diesem Konzept handelt es sich um ein Baum-Anrecht. Damit kann die Beisetzung in einem FriedWald finanziell garantiert werden. Vorher festgelegt werden muss nur der Wert des Baumes oder des Platzes. Bei einer Bestattung im FriedWald bekommt jeder Baum eine Baumnummer und wird in ein Baumregister eingetragen. Manchmal weist ein Namensschild am Baum auf eine Ruhestätte hin.

Nur im FriedWald Bispingen liegen Naturschutz und Naturnähe harmonisch zusammen im Einklang.